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Antje1
Open Call (geschlossen)
Für die Wanderausstellung „Kein schöner _____ in dieser Zeit“ durch Thüringen sind Künstler*innen aller Sparten eingeladen, sich mit performativen und partizipativen Projekten oder für den öffentlichen Raum konzipierten Arbeiten zu bewerben.
Antje1
Open Call (closed)
For the traveling exhibition "Kein schöner _____ in dieser Zeit" through Thuringia, artists of all disciplines are invited to apply with performative and participatory projects or works designed for public space.
Sophie-(326)
Kooperationspartner*innen gesucht!
Diesmal geht es nach Thüringen – Mitte August bis Mitte September sind wir in vier Kleinstädten im ländlichen Raum unterwegs
Kein schöner _ _ _ _ in dieser Zeit

Wir wollen was in Thüringen bewegen

Erstmalig begab sich 2019 eine Gruppe von Künstler*innen vor der Landtagswahl in Sachsen in vier Kleinstädte, um über ihre künstlerischen Arbeiten im öffentlichen Raum mit den Menschen vor Ort generationsübergreifend in einen Dialog auf Augenhöhe zu treten. Ausgangspunkt war die Frage: „Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben?“ Neben den Arbeiten, die neue Perspektiven auf Sachsen anboten, setzte das Pilotprojekt auf ein umfangreiches Vermittlungsprogramm und Gespräche in der Ausstellung unter freiem Himmel – es kam zu intensiven Momenten und unvergesslichen Begegnungen; alle lernten viel dazu.
Gruppenbild

Daran wollen wir im Sommer 2022 anknüpfen. Die Frage (vor der Wahl in Thüringen) ist die gleiche geblieben. Die Ereignisse um den Fall Kemmerich und rassistische Gewalttaten wie im April in der Erfurter Straßenbahn sind nicht weniger besorgniserregend als die Eskalation in Chemnitz und rechte Aufmärsche in anderen sächsischen Städten die Jahre zuvor. Die Pandemie verschärft Ängste und soziale Spaltung. Währenddessen lassen sich Politik und Medien hin und wieder dazu verleiten, rechte Tendenzen entweder mit Diktatursozialisation oder Nachwendeerfahrungen zu erklären.

Open Call

Für die neue Auflage wollen wir den Fokus auf Geschichten in Thüringen lebender oder aufgewachsener Menschen legen. Dabei sollen insbesondere marginalisierte Perspektiven den narrativen Leitfaden der Ausstellung bilden. Wichtig ist uns, Ähnlichkeiten und Analogien in Ausschlusserfahrungen zum Beispiel aufgrund von Rassismus, des eigenen ostdeutsch-Seins oder gruppenbezogener Diskriminierungserfahrungen sichtbar zu machen. Daneben suchen wir medienkritische oder reflektierende und performative Arbeiten, die den Ausstellungsort und die Menschen vor Ort miteinbeziehen.

Wir sind überzeugt: Künstler*innen können über Formen ästhetischer Weltaneignung einen wichtigen Beitrag gegen den Angriff antidemokratischer Kräfte auf die Grundfesten einer offenen Gemeinschaft und für die Solidarisierung in unserer Gesellschaft leisten. Wir möchten euch dazu anregen, über neue Formen des künstlerischen Zugangs zu Menschen nachzudenken: Wie können wir Menschen im ländlichen Raum für politische Ereignisse sensibilisieren? Wie gelingt es, über Kunst Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlichen Alters, Sozialisierung und Biografie zu schaffen? Was braucht es, damit sich Menschen mit einer eigenen Stimme als Teil einer solidarischen Gemeinschaft erleben können?

Wir wünschen uns, über Wertschätzung und Sichtbarmachung von Biographien/Erfahrungen und gemeinsamen Erlebnissen mit Kunst ein gegenseitiges Verständnis zu schaffen. Ein entsprechendes professionelles Begleitprogramm wird die Ausstellung flankieren. Sie wird voraussichtlich von Mitte August bis Mitte September durch mindestens vier Orte in Thüringen reisen und jeweils eine Woche an einem zentralen öffentlichen Ort verweilen.

Was wir suchen

Ihr reicht uns Projekte ein, die entweder

1) als Arbeit für den öffentlichen Raum konzipiert sind und Teil unseres festen Ausstellungssystems werden. Die Medien sind frei wählbar. Hauptsache es ist möglich, sie wetterfest zu präsentieren. Bitte reicht uns auch Vorschläge für die Präsentation ein.
Gewünscht ist ebenso ein partizipatives Angebot mitzudenken, wie Workshops oder Arbeiten, die Besucher*innen beispielsweise über Handlungsanweisungen unmittelbar mit einbeziehen.

Oder 2) performative Arbeiten / Performances / Theater etc., die entweder an allen Orten der Wanderausstellung gezeigt werden oder als Teil des Begleitprogramms realisierbar sind.

Wir laden nachdrücklich Schwarze und Personen of Color, Menschen mit Fluchterfahrung oder internationaler Geschichte sowie ostdeutsche Menschen ein, uns Ideen für die Ausstellung einzureichen. Es gibt keine Altersbeschränkung. Einreichungen von be_hinderten Menschen sind sehr willkommen.

Die Arbeiten werden von einer diversen Fachjury ausgewählt, die sich aus der Projektgruppe und anderen Mitgliedern des MigraNetz Thüringen zusammensetzt. Leitfaden für die Auswahl wird nicht die Vita sein, sondern wie gut deine Arbeit in das Gesamtkonzept unserer Ausstellung passt. Zudem ist uns wichtig, dass mindestens fünf von neun ausgewählten Arbeiten von FLINTA*-Personen stammen. Außerdem achten wir auf hohe Qualität, Intensität und setzen Zuverlässigkeit/Engagement in der Zusammenarbeit voraus.

Wir bieten dir eine Aufwandsentschädigung, Übernahme der Reisekosten und ggf. eine Unterkunft bei unseren Kooperationspartner*innen, ein Budget für Sachmittel wie Produktionskosten sowie eine Ausstellungsvergütung. Die Höhe hängt von den bewilligten Fördergeldern ab und wird sofort transparent, wenn die entsprechenden Mittel vorliegen (voraussichtlich Ende Juni/Anfang Juli). Zusätzlich lernst du in den Städten engagierte Menschen/Initiativen kennen, die sich für ein demokratisches und solidarisches Thüringen einsetzen.

Bedingungen
Du solltest bereit sein, mindestens zu einem Ausstellungsort im ländlichen Raum in Thüringen zu reisen und vor Ort mit den Menschen/anderen Künstler*innen zusammenzuarbeiten oder an ausgewählten Terminen in der Ausstellung anwesend zu sein.

Die Formalien
– eine anschauliche Projektskizze mit Bildmaterial, die uns deine Arbeit verdeutlicht
– Verlinkung zu deiner Website, Instagram etc., wo wir einen Einblick in deine bisherige Arbeitsweise erhalten bzw. ein Portfolio im PDF-Format
– eine Kurzvita oder Liste bisheriger Ausstellungsbeteiligungen
– einen kurzen Text über deine Motivation, bei der Wanderausstellung dabei zu sein
– bitte sende deine Bewerbung bis zum 18.7. 2021 zusammengefasst in einer PDF (bis 10 MB) in einer Mail mit dem Betreff „Open Call“ an
– Wir benachrichtigen die ausgewählten Künstler*innen bis 25.7. Die Arbeiten sollten bis 30.7. bereit sein für Öffentlichkeitsarbeit und Ausstellungsproduktion.

Fragen zum Open Call oder zur Ausstellung sind gern an oben genannte E-Mail zu senden.

Spendenaufruf

Die Wanderausstellung
»Kein schöner ____ in dieser Zeit« soll im August starten und braucht Eure Hilfe!

Obwohl schon ein großer Teil der finanzielle Strecke geschafft ist, brauchen wir Eure Unterstützung, um die Lücke von 8800 Euro Eigenmitteln zu schließen. Dafür haben wir einen Spendenaufruf gestartet, den ihr auf unserer Website findet.

Wer auf dem kurzen Weg helfen möchte, spendet direkt an:

IBAN: DE59 8605 5462 0037 0022 87
BIC: SOLADES1DLN (Kreissparkasse Döbeln)
Verwendungszweck: Wanderausstellung

Dafür vielen Dank!

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Wir freuen uns, euch auf unserer Tour und in der Ausstellung zu begrüßen!

Bea, Frieder, Isaak, Julia, Paul, Rafa & Sophie